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Sicherer Surfraum für Kinder: das Whitelist-Prinzip und wie Sie es zu Hause einrichten

Aktualisiert: 25.09.2026 4 Quellen So arbeiten wir

Ein „sicherer Surfraum“ dreht das übliche Prinzip um: Statt schlechte Seiten zu sperren, sind nur ausgewählte gute Seiten erlaubt. Alles andere bleibt zu. Für Kinder im Grundschulalter ist das bis heute die zuverlässigste Form von Jugendschutz im Netz.

Whitelist oder Blacklist: der Unterschied

Whitelist (Positivliste)Blacklist / Filter
PrinzipNur freigegebene Seiten sind erreichbarBekannte problematische Seiten sind gesperrt
SchutzSehr hoch, auch vor neuen SeitenLückenhaft, neue Seiten rutschen durch
EinschränkungKind kommt nur auf die ListeKind kann fast alles erreichen
Passt füretwa 6 bis 9 Jahreab etwa 10 Jahren, zusammen mit Regeln und Gesprächen

Tabelle seitlich wischen →

Quelle: Eigene Darstellung; Altersangaben als Orientierung, nicht als feste Regel · Stand 25.09.2026

Die Initiative „Ein Netz für Kinder“ und die Kindersuchmaschine fragFINN haben dieses Prinzip in Deutschland bekannt gemacht: fragFINN durchsucht nur eine von Medienpädagogen geprüfte Liste von Seiten. Mehr zur Geschichte

So richten Sie einen sicheren Surfraum ein

iPhone und iPad

  1. Einstellungen › Bildschirmzeit › Beschränkungen öffnen und einschalten.
  2. App Store, Medien, Web & Spiele › Webinhalt wählen.
  3. „Nur erlaubte Websites“ auswählen. Apple liefert eine Startliste mit, eigene Seiten fügen Sie mit „Website hinzufügen“ hinzu.

Android-Handy oder Tablet (Google Family Link)

  1. In der Family-Link-App das Kind auswählen, dann Steuerelemente › Inhaltsbeschränkungen › Google Chrome.
  2. „Nur zugelassene Websites“ aktivieren und unter „Websites verwalten“ die erlaubten Adressen eintragen.
  3. Wichtig: Die Einschränkung gilt für Chrome. Andere Browser-Apps sollten Sie über die App-Freigabe sperren.

Windows-PC

Über Microsoft Family Safety lassen sich für das Kinderkonto Websites in Microsoft Edge auf eine Liste erlaubter Seiten beschränken („Nur zulässige Websites verwenden“). Andere Browser werden dabei blockiert.

Für das ganze Heimnetz: Router

Bei einer FRITZ!Box können Sie unter Internet › Filter › Kindersicherung für einzelne Geräte ein Zugangsprofil mit der Filterliste „erlaubte Internetseiten“ anlegen. Das wirkt unabhängig vom Browser, allerdings nur im heimischen WLAN.

Jugendschutzprogramm JusProg

JusProg ist ein von der Kommission für Jugendmedienschutz anerkanntes, kostenloses Jugendschutzprogramm. Es arbeitet mit Altersstufen und kann für jüngere Kinder auf einen Whitelist-Modus gestellt werden.

Wann der Surfraum zu klein wird

Spätestens mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule reicht eine feste Liste oft nicht mehr: Referate, Messenger, Videos. Dann wechseln die meisten Familien zu Altersfiltern, Zeitlimits und klaren Absprachen. Wie das bei WhatsApp aussieht, steht unter WhatsApp ab welchem Alter?

Häufige Fragen

Was ist ein sicherer Surfraum?

Ein abgegrenzter Bereich im Internet, in dem Kinder nur auf vorher geprüfte Seiten kommen. Technisch ist das eine Whitelist, zum Beispiel über die Bildschirmzeit am iPhone, Family Link, Microsoft Family Safety oder den Router.

Ab welchem Alter braucht mein Kind keine Whitelist mehr?

Eine feste Regel gibt es nicht. Viele Familien lockern sie mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule und setzen dann auf Altersfilter, Zeitlimits und Absprachen.

Quellen

  1. Apple Support: Kindersicherung mit Bildschirmzeit
  2. Google Family Link Hilfe: Websites in Chrome verwalten
  3. AVM: Kindersicherung der FRITZ!Box einrichten
  4. JusProg e.V.: Jugendschutzprogramm
Wie diese Seite entstanden ist: Menüpfade nach den Hilfeseiten von Apple, Google, Microsoft und AVM; Bezeichnungen können je nach Softwareversion leicht abweichen. Stand 25.09.2026.

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