Die zweite Säule der Initiative besteht aus einem Förderprogramm für neue und qualitativ hochwertige Kinderinternetangebote. Sie wird vom Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit jährlich einer Million Euro und dem Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) mit jährlich 0,5 Millionen Euro getragen. Das Förderprogramm startete zu Beginn des Jahres 2008 und zielt darauf ab, Anzahl, Qualität und Auffindbarkeit von guten Kinderangeboten zu erhöhen.
Die Förderung wird auf Antrag gemäß den Fördergrundsätzen (PDF) vergeben. Für die Beratung der Antragsteller sowie die organisatorische Verwaltung der Fördergelder wurde eine Geschäftsstelle in Erfurt eingerichtet.
Anzahl, Qualität und Auffindbarkeit guter Kinderangebote erhöhen
Kinder brauchen qualitativ gute Angebote und haben auch im Internet ein Recht auf umfassende Informationen (Art. 17 der UN-Kinderrechtskonvention). Derzeit sind Kinderangebote im Internet aber noch nicht in ausreichender Zahl vorhanden, was auch an einem Mangel an geeigneten Geschäftsmodellen liegt. Viele Unternehmen bieten überhaupt keine eigenen Kinderseiten an oder haben diese wegen Unrentabilität wieder eingestellt. Kleine, oft sehr kreative Initiativen können oftmals nur aufgrund des persönlichen und finanziellen Engagements der Betreiber bestehen. Diese hochwertige Arbeit soll finanziell gefördert und dadurch stabilisiert werden. Darüber hinaus soll die Förderung neue Angebote für Kinder anregen, darunter auch betreuungsintensive Kommunikationsplattformen wie z.B. Social Communities, Blogs und Chats.
Neue Finanzierungsmodelle für Kinderinhalte entwickeln
Ziel der Förderung ist auch, für Inhalteanbieter eine Plattform einzurichten, auf der sie in Geschäftsbeziehungen mit interessierten Providern treten können. Durch die gemeinsame Arbeit der Initiative, begleitende Workshops und sonstige unterstützende Maßnahmen soll der Mangel behoben werden, dass kleine Initiativen ihre Inhalte nicht verkaufen können, weil sie nicht über ausreichende Kontakte verfügen. Daraus sollen neue Geschäftsverbindungen und neue Finanzierungsmodelle für Kinderinhalte entstehen.